Motherhood – Meine Gedanken zur Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt

Nur noch ein paar Wochen und dieses – über nun mehrere Monate in mir tragende Wunder – ist bei uns. Wow, auch wenn ich das Ganze schon mal erlebt habe und man meinen sollte, beim zweiten Kind ist man mehr als bereit, kann ich das so nicht bestätigen.

Ich finde die Zeit geht aktuell so schnell vorbei und ehrlich gesagt habe ich mir noch gar nicht gross Gedanken darüber gemacht, wie das Leben zu viert aussehen könnte. Ich geniesse aktuell die Zeit mit meiner Tochter und meinem Mann sehr, da wir nicht mehr lange zu dritt sein werden und ich natürlich weiss, dass ich nach der Geburt erst mal nicht mehr soviel Zeit für die beiden haben werde. Die Zeit wird sicher wunderschön und magisch sein, aber ganz anders als bei unserem ersten Kind. Ich freue mich darauf, gehe aber auch mit grossem Respekt auf diese Zeit zu da es dann in erster Linie zwei Kinder gibt, welche beide Ihre Bedürfnisse haben, mein Mann und Eheleben auch nicht zu kurz kommen sollten und ICH natürlich auch noch da bin und auch meine Bedürfnisse habe. Tja, und wie ich bereits bei unserem ersten Kind gemerkt habe, muss die Frau zu Beginn einiges zurückstecken und viel für das Neugeborene da sein, vor allem wenns ums Stillen/Ernährung geht. Die einen Frauen geniessen jede Sekunde davon, für andere ist das Stillen eher zweckmässig und mühsam. Ich muss sagen, dass ich da ein wenig dazwischenstehe. Ich finde es wunderbar, dass eine Frau ihr Kind selbständig ernähren kann – wenn es natürlich überhaupt möglich ist – das ist wirklich unglaublich, wenn man sich mal länger Gedanken dazu macht, aber andererseits braucht dies auch viel Zeit und Energie und zu Beginn ist es auch oft schmerzhaft und kann zu Entzündungen führen. Aber da man diese vielen Glücksgefühle und Hormone in sich trägt, nimmt das eine Frau meistens “gerne” in Kauf. Und sobald man mal einen Rhythmus gefunden hat und alles irgendwie klappt, verschwinden die Hormone so langsam und alles ist plötzlich normal. Man kann sich ein Leben ohne dieses kleine Wunder nicht mehr vorstellen, man hat das Gefühl, als ob das Baby schon ewig ein Teil deines Lebens ist.

Aber diese ganze Reise vom schwanger werden bis zur Geburt dauert dann doch einige Monate. Ich weiss noch genau, als ich gemerkt habe, dass ich schwanger war. Wir – mein Mann unser Mädchen und ich – waren gerade auf der Fähre unterwegs nach Sardinien in die Ferien, nachts in der Kabine konnte ich nicht schlafen, ich war so hellwach und meine Brüste fühlten sich eigenartig an und taten weh, ich wusste, dass ich meine Periode in den nächsten Tagen bekommen sollte, aber hatte das Gefühl, dass ich schwanger war und lag auch richtig. Einige Tage später – als meine Periode immer noch ausblieb – teilte ich dies meiner Schwägerin mit, welche natürlich sofort ausflippte und sich riesig freute. Als wir wieder zu Hause waren und wir uns gesehen haben, machte sie eine Bemerkung, über welche ich nun schmunzeln muss und zwar sagte sie “Hach es dauert aber noch soo lange, bis das Baby endlich bei uns ist.” Tja und jetzt geht es nur noch wenige Wochen. Die Zeit vergeht dann irgendwie doch schnell. Ich muss sagen, dass ich bei dieser zweiten Schwangerschaft den viel grösseren Respekt vor der Geburt habe, wie beim ersten Kind. Finde ich auch völlig normal, da ich die ganzen Strapazen und Schmerzen kenne und weiss, was mir ca. bevorstehen wird. Ich versuche, mich nicht komplett verrückt machen zu lassen denn man kann ja sowieso nicht planen wie lange die Geburt dauern wird, und wie ich die Schmerzen empfinden werde. Aber ich versuche mich so gut wie es geht darauf vorzubereiten – durch Beckenbodenübungen, durch bewusstes, tiefes & entspanntes Ein- & Ausatmen und durch Positivität – irgendwie wird schon alles gut gehen, oder? Es kommt wie es kommen muss.

Photos by Barbara Brutschin

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