Mütter und ihre Klischees

Schwangerschaftsklischees gibt es ja en masse, sowie auch – ich nenne sie jetzt mal “Mütter-Klischees” – um welche es in meinem heutigen Blogeintrag geht. Heute gehe ich diesen Klischees mal genauer auf den Grund. Welche Klischees sind berechtigt, welche sind meiner Meinung nach eher Humbug? Seid gespannt!


1. Mütter haben kurze Haare

Naja, es kommt mir manchmal tatsächlich so vor, als hätten Frauen, sobald sie ein Baby auf die Welt bringen, den Drang, die Haare abzuschneiden. Das kann einerseits daran liegen, dass sie durch die familiäre Veränderung auch eine äusserliche Veränderung an sich selbst brauchen. Andererseits kann es auch sein, dass sie finden, kurze Haare sind praktischer mit einem Baby, das Baby kann nicht an den Haaren ziehen, die Haare können nicht ins Gesicht fallen und und und. Das sind jetzt natürlich lediglich meine Vermutungen, denn ich weiss es schlussendlich nicht, da ich mich nicht zu diesen Frauen zähle. Bei mir ist es so, dass ich lange Zeit relativ lange Haare (bis Mitte Rücken) hatte, und nach der Hochzeit beschlossen habe, meinen “langweiligen” langen Haaren an den Kragen zu gehen. Seit dann sind meine Haare immer schulterlang und ich könnte nicht zufriedener damit sein. Ich glaube, ich habe die perfekte Haarlänge für mich gefunden.

2. Alles dreht sich nur noch ums Baby

Hier muss ich sagen, dass mir genau dieses Klischee am meisten zu schaffen machte, bevor ich selbst ein Kind erwartete. In erster Linie nervte ich mich darüber, wie es tatsächlich bei einigen Müttern der Fall war. Ich sah Mütter in Cafés, die nur ein einziges Thema hatten, das Kind. Ich hörte Konversationen wie: “Wie schwer ist jetzt deins, wieviel hat es schon zugenommen seit der Geburt?  Meins kann sich schon drehen, usw.” Ich hoffte ganz fest, dass ich nicht eines Tages auch so eine Mutter werden würde. Tja, nun bin ich Mutter und kann tatsächlich von mir sagen, dass sich bei mir nicht alles ums Baby dreht. Dazu muss ich aber auch sagen, dass es ganz normal ist, dass Mütter oft nur dieses eine Thema haben, denn sie beschäftigen sich ja den gesamten Tag über mit dem Baby. Das war ja vorher nicht anders, als sie gearbeitet haben, oder früher, als sie zur Schule gingen. Dann hat man eben auch oft über die Arbeit, was einen daran nervt, die Schule, die Schulkameraden usw. gesprochen. Man redet immer über das, was man erlebt und was einen beschäftigt. Deshalb bin ich der Meinung, dass es wichtig ist, sobald man ein Kind hat, trotzdem noch eine eigenständige Person mit eigenen Interessen zu sein, sodass sich genau nicht alles ums Kind dreht. Denn was machen solche Mütter erst, wenn die Kinder gross werden und ausgezogen sind? Dann fühlen sie sich wahrscheinlich fehl am Platz oder wissen nicht mehr was mit der vielen Zeit anzufangen. Bei mir ist nun mein 14-wöchiger Mutterschaftsurlaub vorbei und ich freue mich riesig auf die Arbeit. Ich liebe meine Arbeit wirklich sehr und ich kann es kaum erwarten, endlich wieder meinen Kopf einzuschalten und nicht “nur” Mami zu sein. Das klingt jetzt evtl. für viele Mütter ein wenig daneben. Mutter zu sein ist eine grosse Herausforderung und es braucht viele Nerven, das darf man nicht unterschätzen, aber eben, jede Mutter hatte auch vorher mal ein Leben, dass sich dann noch nicht um ein Kind gedreht hat. 

3. Mütter sind Helikoptermütter  = Überbehütend

Tja, es gibt bestimmt überbehütende Mütter, sobald das Kind den Mutterleib verlassen hat, macht sich eine Mutter ein Leben lang Sorgen um das Kind. Das ist völlig normal und natürlich, aber es gibt ja eine normale Art sich Sorgen zu machen oder eben die, ich nenne sie jetzt mal eher übertriebene Art. Ich denke, es ist nicht gesund für die Mutter selbst, so überbehütend zu sein, das kostet einen viele Nerven, welche man besser woanders hineinstecken würde! 

4. Mütter lassen sich gehen

Ich glaube, das ist eines der Klischees, welchem ich am meisten zustimme. Tatsächlich habe ich schon ganz oft Mütter gesehen, die vor der Schwangerschaft um einiges besser aussahen. Ich meine jetzt nicht nur von der Figur her, klar hat man nach einer Schwangerschaft nicht wieder sofort seine frühere Figur. Das erlebe ich gerade selbst an meinem eigenen Körper. Es gibt Frauen, bei denen es ruckzuck geht, aber bei den Meisten dauert es eine Weile, was auch völlig normal ist. Hier finde ich einfach wichtig, dass man halt auch was dafür tut, um wieder zum Ursprungsgewicht zu gelangen, denn jede Frau freut sich darüber, wieder in seine früheren Klamotten zu passen. Es geht ja nicht nur um das Gewicht, sondern auch dass man gesund und fit bleibt, und da hilft Sport nun mal am meisten. Aber nun zum anderen Punkt. Und zwar zum Kleiderstil. Bevor ich ein Baby hatte, geschweige denn schwanger war, haben mir einige Mütter gesagt, dass es vorbei mit weissen Kleidungsstücken ist, sobald man Mutter wird. “Die werden sowieso sofort schmutzig”, sagten sie mir. Diejenigen von euch die mir schon länger hier auf dem Blog folgen, wissen, dass ich weisse Kleidungsstücke über alles liebe. Sobald ich diese Worte von einer Mutter hörte, war ich sofort traurig und genervt zugleich. War es tatsächlich wahr, dass ich nur noch in gemütlichen Jogginghosen und lockeren T-Shirts herumlaufen konnte? Die Vorstellung, Kinder zu kriegen, wurde für mich mehr und mehr unvorstellbarer. Tja, und jetzt habe ich ein kleines Mädchen und muss sagen, dass ich mich genau so wie vorher kleide, schminke, Schmuck anziehe usw., und wenn halt was schmutzig wird, gibt es ja Gallenseife und eine Waschmaschine. Andere Farben werden genau so schmutzig, man sieht es einfach weniger. 

5. Mütter sind langweilige Hausfrauen

Es gibt bestimmt Mütter, die praktisch nur noch zu Hause rumsitzen, putzen, kochen und sich um ihre Kinder kümmern. Das kann für Einige ziemlich entspannt und zufriedenstellend sein. Aber ich finde, eine Mutter ist nicht nur Mutter, sie ist auch eine Frau die eigene Träume und Wünsche hat, wie jeder Mensch auf dieser Welt! Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man sich selbst und seine Bedürfnisse zu Beginn zurückstellen muss, denn am Anfang ist die Mutter vor Allem wichtig für das Baby, resp. die Milch und die Zuneigung der Mutter. Aber diese Bedürfnisse werden nur für ein paar Monate zurückgesteckt, und dann heisst es für die Mutter auch wiedermal Zeit für sich, seine Hobbies, seine Freunde, seine  Bedürfnisse eben!

So das waren die Klischees, welche mir im Kopf herumgeschwirrt sind.  Es gibt bestimmt noch einige mehr, aber das sind die, die – wie ich finde – man am häufigsten hört. Ob sie nun stimmen oder nicht, hängt ganz alleine von jeder einzelnen Mutter ab, aber eben, solche Klischees müssen für einige Mütter gar nichts bedeuten, wie zum Beispiel für mich. Meine Bekannten und Freunde sagen mir immer wieder, dass ich noch derselbe Mensch wie früher bin, mit oder ohne Kind, und das ist das, was für mich zählt! Was haltet ihr von diesen Klischees? Ich freue mich auf eure Kommentare!

2 thoughts on “Mütter und ihre Klischees

  1. deby, du bisch ä tolli frau und muetter! und us eigener erfahrig (muetter vo 4 chinder) chan i dir nur bipflichte: als helikoptermuetter duesch du dim chind und dir sälber kei gfalle! i wünsch dir und dim ehema ä gueti balance zwüsche ich, du und mir, zwüsche nöchi und distanz und eifach in allem vil wiesheit und ä chratte voll liebi, wo nie leer wird!
    s grosi vom härzigste meiteli 🥰 (und dini schwi-mu😂)

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